DIE RUMBA
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DIE GESCHICHTE DER RUMBA
"Rumba" ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl
historischer und gegenwärtiger Tanzformen auf Kuba, die eine
große choreografische Variationsbreite aufweisen. Einige
Rumbaformen waren schon im 18. Jahrhundert bekannt. Viele Rumbaformen,
die sich in der Folge entwickelten, blieben auf Kuba beschränkt.
Wichtige Zentren waren Havanna, Matanzas und die Zuckerrohrplantagen.
Charakteristisch für diesen offenen Paartanz mit zum Teil
komplizierten Tanzfiguren sind die auf afrikanische Traditionen
zurückgehenden Hüft- und Beckenbewegungen.
Die in Kuba verbreiteten Rumbaformen sind Gueguanco, Yambu
und Columbia. Der Yambu ist die älteste Rumbavariante
und wird heute nur mehr selten getanzt, ebenso die Columbia,
eine ländliche Rumba und ein reiner Männertanz.
Die heute beliebteste Form ist der städtische Gueguanco.
Dieser Tanz ist durch erotische, mitunter groteske Bewegungen
gekennzeichnet. Die in den gesungenen Liedern vorkommenden Texte
geben den Alltag vor allem der farbigen Bevölkerung wieder.
Viele Elemente der Rumba haben eine große Anzahl von Folgetänzen
beeinflußt und bereichert: Guaracha, Carioca,
Beguine, Conga, Mambo, ChaChaCha. Über New York
kam die Rumba 1930 in stilisierter, kommerzialisierter Form nach
Europa. Sie hatte inzwischen verschiedene Elemente der JazzMusik
übernommen.
Die Nationalsozialisten verboten die Rumba als entartete Musik,
aber auch in anderen Ländern ließ das Interesse nach.
Nach dem Zweiten Weltkrieg besann man sich wieder auf diesen reizvollen
Tanz. Dabei gab es 2 Varianten:
Die schnelle, in England choreografierte Kubanische Rumba (CubanStyle),
auch Mambo Bolero genannt, und der langsame Kubanische
Bolero (SquareStyle), auch Rumba Bolero genannt, der
auf dem Festland getanzt wurde und auf eine französische
Choreografie zurückgeht.
(Der kubanische Bolero muß unterschieden werden vom spanischen
Bolero, der aus dem Fandango entstanden ist und im 3/4Takt
steht!).
Es kam 1956-1958 und 1961-1963 zu den sogenannten "Rumbakriegen"
sowohl England als auch Frankreich wollten, daß ihre Rumba
normiert werde. Der Streit wurde dadurch beendet, daß ein
internationales Komitee entschied, beide Varianten zuzulassen.
Schließlich wurde die langsame Rumba unter dem Namen Square
Rumba in das Welttanzprogramm (unter lateinamerikanische Tänze) und die schwierigere Kubanische
Rumba 1964 ins Turniertanz-Programm aufgenommen.
Hier finden Sie alles übers Tanzen, viele Grundbegriffe verständlich erklärt und weitere umfangreiche Informationen
DIE TANZAUSFÜHRUNG DER RUMBA
Taktart:
4/4Takt
Tempo:
27 - 32 Takte/Minute, Turniertempo: 27 Takte/Minute
Rhythmus:
Square Style: der langsame Schritt auf die Taktschläge
1 und 2, Schritt 1 auf 1. Taktschlag.
Beispiel: Grundschritt:
langsam schnell schnell langsam schnell schnell
Cuban Style: Schritt 1 auf 2. Taktschlag.
Beispiel: Grundschritt:
(Startschritt) schnell schnell langsam schnell schnell langsam
Tanzhaltung und Fußtechnik:
LateinTanzhaltung.
Die Fußspitzen werden leicht auswärts gehalten. Der
Schritt wird mit der Fußkante angesetzt.
Einige mögliche Tanzfiguren für das Tanzleistungsabzeichen:
Square Style
Bronze: Grundschritt (Basic Movement), Rechtes Karree (Natural
Square), Damendrehung, Promenade, Linkes Karree (Reverse Square)
Silber: Cucarachas, Hand zu Hand (Hand To Hand), Rechter Kubanischer
Kreisel (Natural Top), Linker Kubanischer Kreisel (Reverse Top)
Cuban Style
Gold, Goldstar: prinzipiell gleiche Tanzfiguren wie bei ChaChaCha
Hier finden Sie alles übers Tanzen, viele Grundbegriffe verständlich erklärt und weitere umfangreiche Informationen
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